Angewandte Geowissenschaften - Aquatische Geochemie und Hydrogeologie

Raumplanung des Untergrundes

Raumplanung steuert seit langem die Nutzung auf der Landoberfläche, im geologischen Untergrund wird auf die Steuerungsmöglichkeiten der Raumplanung jedoch nur in Ausnahmen zurückgegriffen. Seit mindestens einem Jahrzehnt vermehren sich die Stimmen, die zur Steuerung einer Raumentwicklung sowie zur Regelung von potenziellen Nutzungskonflikten raumplanerische Maßnamen auch für Untergrund fordern. Rechtlich erscheint dies grundsätzlich möglich; zu diskutieren ist jedoch, welche raumplanerischen Festlegungen für Untergrundnutzungen angemessen und vertretbar sind. Schließlich landet bereits so manche raumplanerische Entscheidung oberirdischer Nutzungen vor den Verwaltungsgerichten.

Relevant für diese Diskussion sind beispielsweise eine Erweiterung raumplanernischer Festlegungen auf den dreidimensionalen Charakter des Untergrundes gegenüber der zweidimensionalen Landoberfläche, Visualisierungsmöglichkeiten sowie Methoden, die eine Abwägung von Nutzungen unterstützen. Sobald Raumplanung in Gebietsausweisungen mündet, also quantitativ wird, ist die Raumplanung direkt mit Nutznugs- und Auswirkungsprognosen und der Dimensionierung der jeweiligen Untergrundnutzung, beispielsweise die Speicherung von Wärme im städtischen Untergrund, verbunden.

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